Das Landesmuseum liegt im Herzen von Mainz und prägt mit seinen Bauten das Bild der Stadt. Es setzt sich aus mehreren Gebäudeteilen zusammen, die von vier Straßen umschlossen werden. Der Haupteingang befindet sich an der Großen Bleiche und gehört zur ehemaligen „Golden Roß Kaserne“. Dieses imposante Barockgebäude wurde wie auch der „Kurfürstliche Marstall“ und die „Steinhalle“ zwischen 1766 und 1770 erbaut. Ergänzt wird das Ganze in der Schießgartenstraße durch einen Anbau aus den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts.
Das gesamte Gebäude-Ensemble ist also nicht aus einem Guss entstanden, sondern vergleichsweise heterogen strukturiert. Es wurde im Zweiten Weltkrieg stark beschädigt, worunter die Bausubstanz beträchtlich gelitten hat. Die Niveaus in den einzelnen Gebäudeteilen liegen unterschiedlich und weisen keine harmonische Raumabfolge auf. Dementsprechend vereinzelt und verzettelt mussten bisher die verschiedenen Themenbereiche des Museums präsentiert werden. Da in den Gebäuden ohnehin dringende Sanierungs- und Renovierungsarbeiten anstanden, hat sich das Land Rheinland-Pfalz entschlossen, bei dieser Gelegenheit das gesamte Museum zu modernisieren. Denn unterm Strich ist das nicht nur eine sinnvolle und notwendige Maßnahme, sondern auch insgesamt die beste Lösung.
Praktisch bedeutet dies: Das Landesmuseum wird gemäß den Richtlinien des Denkmalschutzes renoviert und unter Verwendung neuester Technik umgebaut. Wichtigste Neuerung ist ein Rundgang über drei Stockwerke für die Besucherinnen und Besucher, der eine chronologische und barrierefreie Präsentation der gesamten Sammlung ermöglicht. Hinzu kommt eine Reihe neuer Einrichtungen, die das Landesmuseum für die Öffentlichkeit attraktiver macht: Das erweiterte Foyer mit Museums- und Buchshop, neue Räume für Sonderausstellungen, das Forum mit multimedialer Präsentationstechnik und das neue Bistro in der Glasarkade.